Das Messezentrum Salzburg verwandelte sich erneut in den zentralen Treffpunkt der Energiebranche. Die Renexpo – connect energies 2026 zog 1.327 Fachbesucher, über 80 Aussteller sowie zahlreiche Experten und Entscheidungsträger aus Wirtschaft, Forschung und Politik an. Auf einer Ausstellungsfläche von über 2.500 m² präsentierte die Messe ihr erweitertes Konzept und ihre geschärfte inhaltliche Ausrichtung als Plattform für die Zukunft der Energie. Während Wasserkraft ein zentrales Thema blieb, rückten Speichertechnologien, Netzintegration und sektorübergreifende Energielösungen stärker in den Fokus.
Damit adressiert die Renexpo eine zentrale Herausforderung der Energiewende: das Zusammenspiel von Erzeugung, Speicherung und Netzinfrastruktur.
Alexander Kribus, Geschäftsführer Messezentrum Salzburg, zieht ein positives Fazit: „Die Renexpo – connect energies 2026 hat eindrucksvoll gezeigt, wie groß das Interesse an einer vernetzten Betrachtung der Energiezukunft ist. Mit der Weiterentwicklung des Formats ist es gelungen, Bewährtes wie die Wasserkraft mit Zukunftsthemen wie Speicher, Netze und Systemintegration zusammenzuführen und damit eine starke Plattform für Austausch und konkrete Lösungen zu schaffen. Umso erfreulicher ist die positive Resonanz, die wir von vielen Ausstellern erhalten haben.“
Die inhaltliche Erweiterung traf den Nerv der Branche: Mit 82 Ausstellern verzeichnete die Messe ein Wachstum von rund 30 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Die Aussteller präsentierten ihre Produkte, Dienstleistungen und Innovationen und unterstrichen die wachsende Relevanz der Renexpo als zentrale Plattform für eine nachhaltig vernetzte Energieversorgung.
Christoph Schrammel, Messeleiter der Renexpo, ergänzt: „Mit der inhaltlichen Erweiterung um Speicher, Netze und sektorübergreifende Lösungen ist es gelungen, neue Zielgruppen anzusprechen und gleichzeitig die bestehende Fachcommunity weiter zu stärken. Besonders die Kombination aus Fachprogramm, Ausstellung und Austauschformaten wurde sehr gut angenommen.“
Das vielseitige Fachprogramm bot Fachvorträge, Diskussionsrunden und Praxisbeispiele zu Themen wie Gewässerthermie, maßgeschneiderte Generatorlösungen und das Neubauprojekt Forbach.
Speicher, Netze und stabile Rahmenbedingungen
Ein Höhepunkt war der Energietalk im Renexpo Forum „Erneuerbare Energien im Zusammenspiel – Speicherlösungen als Schlüssel für Versorgungssicherheit“. Vertreter aus Politik, Energiewirtschaft, Verbänden und Forschung diskutierten über die Voraussetzungen für ein stabiles Energiesystem.
Leonhard Schitter, Geschäftsführer der Energie, betonte: „Wer Versorgungssicherheit, Wettbewerbsfähigkeit und Klimaziele erreichen will, muss investieren.“
Martina Prechtl-Grundnig, Geschäftsführerin Erneuerbare Energie Österreich, ergänzte: „Der Ausbau erneuerbarer Energien ist machbar. Voraussetzung sind konsequente Genehmigungen, ausreichende Flächen und das gemeinsame Ziel aller Beteiligten, die Energiewende zügig voranzubringen.“
Michael Baminger, Geschäftsführer der Salzburg AG, hob die Bedeutung von Flexibilität hervor: „Die Königsdiziplin dieser Energietransformation wird nicht nur der Bau der Infrastruktur sein, sondern vor allem auch das zur Verfügung stellen der Flexibilität. Speicherlösungen werden damit zu einem entscheidenden Baustein, um Volatilität auszugleichen und Energie vom Sommer in den Winter zu bringen.“
In einer weiteren Talkrunde standen Speichertechnologien und ihr Einsatzpotenzial im Mittelpunkt. Deutlich wurde, dass Batteriespeicher durch gesunkene Kosten und vereinfachte Umsetzung an Bedeutung gewinnen. Gleichzeitig wurde betont, dass langfristig ein Technologiemix erforderlich ist.
Johannes von Schkopp von TenneT Germany bemerkte: „Die Speichertechnologien sind ein Teil der Lösung.“
Horst Ebner vom Energieerzeuger Gutmann unterstrich die Bedeutung der Flexibilität auf der Nachfrageseite, etwa durch dynamische Tarife zur gezielten Steuerung von Verbrauch und Produktion.
Wasserkraft bleibt starkes Fundament
Die Renexpo knüpft bewusst an ihre Wurzeln an: Wasserkraft bleibt ein zentraler Bestandteil der Messe. In Zusammenarbeit mit vgbe energy e.V. und dem Verein für Ökologie und Umweltforschung wurden hochspezialisierte Fachkonferenzen mit 150 Teilnehmern organisiert. Auch die Mitgliederversammlung des Vereins Kleinwasserkraft für Salzburg fand im Rahmen der Messe statt.
Die Renexpo – connect energies 2026 setzt damit ein starkes Signal für die Weiterentwicklung des Energiesystems – vernetzt, innovationsorientiert und praxisnah.
Die nächste Renexpo findet im März 2027 im Messezentrum Salzburg statt.
Quelle: Messe & Event Magazin
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