Unter dem Motto „SICHTBAR seit 1996“ feiert die Vienna Pride 2026 im kommenden Jahr das 30-jährige Jubiläum der Regenbogenparade. Die Veranstaltungsreihe findet von 29. Mai bis 14. Juni 2026 in Wien statt und umfasst neben der Parade zahlreiche Formate aus Konferenz, Sport, Kultur und Community-Arbeit.
Drei Jahrzehnte Regenbogenparade stehen für Sichtbarkeit, Zusammenhalt und den Einsatz für gleiche Rechte von LGBTIQ-Menschen. Gleichzeitig wurde betont, dass die Pride auch 2026 weiterhin notwendig bleibt.
„Vienna Pride zeigt jedes Jahr aufs Neue, wie viel Sichtbarkeit, Solidarität und Zusammenhalt in einer Gesellschaft bewegen können. Gerade in Zeiten zunehmender gesellschaftlicher Spaltung braucht es Orte und Bewegungen, die Menschen verbinden statt gegeneinander auszuspielen. Unsere Community war immer da, sie ist heute sichtbar wie nie zuvor und sie wird sich auch in Zukunft nicht zurückdrängen lassen. Gemeinsam haben wir Vienna Pride zu einer starken, resilienten und vielfältigen Bewegung gemacht, die von so vielen Menschen, Organisationen, Ehrenamtlichen und Partner*innen getragen wird wie noch nie zuvor. Immer mehr Menschen stehen für eine offene, respektvolle und solidarische Gesellschaft ein und genau das macht Hoffnung für die Zukunft“, so Katharina Kacerovsky-Strobl (Stonewall GmbH).
Auch die HOSI Wien fordert weiterhin konkrete politische Maßnahmen zum Schutz von LGBTIQ-Personen.
„30 Jahre Regenbogenparade zeigen, wie viel unsere Community durch Sichtbarkeit, Protest und politischen Druck erreicht hat – und wie viel noch vor uns liegt. Gerade jetzt, wo queere Menschen weltweit wieder verstärkt Ziel von Hass und politischen Angriffen werden, braucht es mehr als Symbolpolitik: Wir brauchen wirksamen Schutz, konsequente Maßnahmen gegen Hate Crime und ein ausnahmsloses Verbot sogenannter Konversionstherapien, das trans, intergeschlechtliche und queere Menschen ausdrücklich einschließt. Die Regierung muss endlich vom Ankündigen ins Handeln kommen“, so Ann-Sophie Otte.
Programm der Vienna Pride 2026
Die Vienna Pride 2026 startet am 29. Mai mit der Vienna Pride Konferenz im Wiener Rathaus.
Am 30. Mai folgen das Community Fest sowie der Pride Run Vienna, die die Prater Hauptallee zu einem zentralen Treffpunkt für Sport, Begegnung und Sichtbarkeit machen.
Höhepunkt ist die 30. Regenbogenparade am 13. Juni, die als größte Demonstration Österreichs erneut über die Wiener Ringstraße führt. Am selben Tag wird das Pride Village am Rathausplatz mit Bühnenprogramm und Community-Angeboten zum zentralen Treffpunkt der Szene.
Begleitend finden zahlreiche weitere Veranstaltungen statt – darunter Kultur-, Kunst-, Sport- und Community-Events sowie After Pride Nights an verschiedenen Wiener Locations.
Anpassungen beim Pride Village
Aufgrund budgetärer Kürzungen wird das Pride Village 2026 in kompakter Form umgesetzt und findet nur eintägig statt. Als Ergänzung wurde das Community Fest im Prater geschaffen, das Vereinen zusätzliche Sichtbarkeit bietet und gemeinsam mit dem Pride Run Vienna durchgeführt wird.
„Natürlich sind diese Kürzungen schmerzhaft. Gerade in Zeiten, in denen Sichtbarkeit und sichere Räume besonders wichtig sind, braucht es starke Zeichen der Solidarität. In Erinnerung rufen möchte ich auch, dass Vienna Pride eine der wenigen Veranstaltungen ist, die der Stadt Wien ein Vielfaches der Förderung wieder einbringt. Gleichzeitig ist klar: Gerade bei Menschenrechten, Sichtbarkeit und sicheren Räumen darf nicht eingespart werden. Die Vienna Pride bleibt laut, sichtbar und politisch“, so Kacerovsky-Strobl.
Unterstützung aus der Stadtpolitik
Vizebürgermeisterin Bettina Emmerling betonte die anhaltende Bedeutung der Veranstaltung: „Sichtbarkeit ist nichts, was man einmal erreicht und dann abhakt. Sie muss immer wieder neu verteidigt werden. 30 Jahre Regenbogenparade zeigen, was möglich ist, wenn Stadt und Community zusammenarbeiten […] Sichtbarkeit braucht Verlässlichkeit, und genau dafür steht Wien.“
Auch SPÖ-Gemeinderätin Susanne Haase hob die historische und aktuelle Relevanz hervor und verwies auf den zunehmenden gesellschaftlichen Druck auf queere Menschen in Europa.
Starke Community als Grundlage
Die Organisatoren dankten abschließend Partnern, Unterstützern und hunderten Ehrenamtlichen, die die Vienna Pride 2026 jedes Jahr möglich machen.
„Sie sind das Rückgrat, Herz und Seele unserer Community. Ohne sie gäbe es Vienna Pride nicht. LGBTIQ-Rechte sind Menschenrechte. Gemeinsam setzen wir auch 2026 ein starkes Zeichen für Vielfalt, Menschenrechte und eine offene, solidarische Zukunft und für eine Gesellschaft, in der Vielfalt nicht als Bedrohung verstanden wird, sondern als Stärke“, so Kacerovsky-Strobl.
Quelle: Messe & Event Magazin
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