Vorarlbergs Kongress- und Veranstaltungsbranche darf sich über eine besondere Auszeichnung freuen: Beim Österreichischen Innovationspreis Tourismus 2026 gingen gleich drei Preise an Veranstaltungsstätten im westlichsten Bundesland. Während das Festspielhaus Bregenz den Sieg in der Kategorie für große Locations errang, sicherten sich die Lechwelten und die Propstei St. Gerold jeweils einen Platz auf dem Podium. Die Auszeichnungen würdigen innovative Konzepte, nachhaltige Entwicklung und die Bedeutung der Häuser für den Tagungs- und Geschäftstourismus.

Vorarlberg zählt zu den großen Gewinnern des Österreichischen Innovationspreises Tourismus (ÖIT) 2026. Bei der erstmals auf Veranstaltungszentren und Kongresslocations fokussierten Auszeichnung sicherte sich das Festspielhaus Bregenz den ersten Platz in der Kategorie für Locations ab 1.000 Teilnehmern. Die Lechwelten sowie die Propstei St. Gerold wurden in ihren jeweiligen Kategorien mit dritten Plätzen ausgezeichnet.

Der Österreichische Innovationspreis Tourismus wird alle zwei Jahre vom Bundesministerium für Wirtschaft, Energie und Tourismus gemeinsam mit den Bundesländern vergeben. Erstmals seit 2012 rückten dabei Veranstaltungszentren in den Mittelpunkt, die laut Ausschreibung „die Branche mit Professionalität, Weitblick und Innovationskraft prägen“. Die Preisverleihung fand am 22. Juni 2026 in Zell am See statt.

Festspielhaus Bregenz als Impulsgeber ausgezeichnet

Die Jury würdigte das Festspielhaus Bregenz insbesondere für seine aktive Rolle in der internationalen Kongressbranche. Hervorgehoben wurde die Zusammenarbeit mit Veranstaltungszentren rund um den Bodensee im Forschungsnetzwerk micelab. Dieses beschäftigt sich mit Themen wie Architektur, Eventpsychologie und Hirnforschung und stellt die gewonnenen Erkenntnisse der Branche zur Verfügung.

Darüber hinaus überzeugte das Haus mit seinem konsequenten Nachhaltigkeitsansatz. Bereits 70 Prozent des Energiebedarfs werden durch die Nutzung von Erdwärme, Seewasser und eigener Stromerzeugung gedeckt.

Lechwelten und Propstei St. Gerold überzeugen mit eigenständigen Konzepten

Die Lechwelten wurden von der Jury als wichtiger Impulsgeber für die Weiterentwicklung des Ganzjahrestourismus in der Region gewürdigt. Das Konzept verbinde internationale Offenheit mit einer starken lokalen Verankerung und schaffe damit attraktive Rahmenbedingungen für Veranstaltungen im alpinen Raum.

Die Propstei St. Gerold erhielt ihre Auszeichnung für „ein Gesamterlebnis ausgezeichnet, das kulturelles Erbe, regionale Identität und zeitgemäße Nutzung verbindet“. Der Ort stehe für Einkehr, Inspiration und Begegnung und wirke damit weit über die klassische touristische Nutzung hinaus.

Bedeutung für den Kongressstandort Vorarlberg

„Diese Auszeichnungen bestätigen den Weg, den Vorarlberg im Kongress- und Geschäftstourismus eingeschlagen hat“, betont Tourismuslandesrat Marco Tittler. „Tagungen, Kongresse und Veranstaltungen leisten einen wichtigen Beitrag zur Wertschöpfung sowie zur ganzjährigen Auslastung. Vorarlberg zeigt, dass Qualität, Nachhaltigkeit und regionale Verankerung im Wettbewerb echte Vorteile sind.“

Auch Katrin Preuß, Leiterin von Convention Partner Vorarlberg, sieht in den Auszeichnungen eine Bestätigung der Vielfalt des Angebots: „Die Auswahl der Jury macht deutlich, wofür Vorarlberg steht. Die drei ausgezeichneten Häuser könnten unterschiedlicher kaum sein – genau darin liegt ihre Stärke. Veranstaltungen werden nicht nur in der Stadt durchgeführt, sondern auch im ländlichen und alpinen Raum. Sie sprechen unterschiedliche Zielgruppen an und ermöglichen persönliche Begegnungen, die weit über klassische Kongressformate hinausgehen.“

Für Christian Schützinger, Geschäftsführer von Vorarlberg Tourismus, unterstreicht die Auszeichnung die Bedeutung der Branche für den Standort: „Die Kongressbranche ist ein wichtiger Baustein für einen erfolgreichen Tourismus. Sie sorgt für eine gute Auslastung der Saisonschultern, bringt wertschöpfungsstarke Gäste ins Land und die Qualitäten des Vorarlberger Tourismus deutlich zum Ausdruck. Dafür stehen die prämierten Betriebe mit ihrer Professionalität, besonderen Architektur, ökologischen Ausrichtung sowie ihrer Offenheit für Einheimische und internationale Gäste.“

Quelle: Messe & Event Magazin

Weiterlesen

Kategorien: Messebau

0 Kommentare

Schreibe einen Kommentar

Avatar-Platzhalter

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert

Diese Seite verwendet Cookies, um die Nutzerfreundlichkeit zu verbessern. Mit der weiteren Verwendung stimmen Sie du dem zu.