Vom 22. Juli bis 2. August 2026 wird Wien erneut zum Treffpunkt junger Spitzenmusiker aus aller Welt. Die Internationale Sommerakademie der mdw (isa26) bringt mehr als 200 ausgewählte Talente auf den Campus der Universität für Musik und darstellende Kunst Wien und macht die Bundeshauptstadt für elf Tage zu einem internationalen Zentrum für klassische Musik.
Unter dem Jahresthema „global – local“ widmet sich die 35. Ausgabe der Sommerakademie der Frage, wie Musik zwischen globaler Vernetzung und lokaler Identität wirkt. Neben intensivem Unterricht stehen der künstlerische Austausch sowie die Auseinandersetzung mit gesellschaftlichen und wissenschaftlichen Fragestellungen im Mittelpunkt.
Über 20 Konzerte in ganz Wien
Mit dem Festival isaOnStage präsentiert die Sommerakademie ihre Teilnehmer auf zahlreichen Bühnen der Stadt. Mehr als 20 öffentliche Veranstaltungen zeigen die Vielfalt der klassischen Musik – von Konzerten im MuseumsQuartier und beim Kultursommer bis hin zu Auftritten in traditionsreichen Spielstätten wie der Hofmusikkapelle Wien oder dem Musikverein.
Im Fokus stehen dabei Offenheit, Experimentierfreude und die verbindende Kraft der Musik über kulturelle Grenzen hinweg.
Johannes Meissl, Künstlerischer Leiter der isa, betont: „isaOnStage lädt dazu ein, Musik als lebendigen, präsenten und gesellschaftlich relevanten Prozess zu erleben – im gemeinsamen Zuhören und im offenen Austausch über unsere global vernetzte Welt.“
Fokus auf Exilmusik
Anlässlich des Jubiläums des Exilarte-Zentrums der mdw widmet sich die isa26 verstärkt Werken von Komponisten, die durch Vertreibung und Exil aus dem kulturellen Gedächtnis verdrängt wurden. Die Auseinandersetzung mit diesen Kompositionen versteht die Akademie als Beitrag zur kritischen Reflexion von Geschichte und Gegenwart.
Musikvermittlung und Forschung
Bereits vom 19. bis 26. Juli findet mit isaCommunity die zweite internationale Masterclass für Musikvermittlung statt. Unter dem Motto „Collaborate for Change!“ verbindet das Format künstlerische Praxis mit gesellschaftlichem Engagement.
Parallel dazu untersucht isaResearch vom 22. bis 25. Juli unter dem Titel „Across Moving Grounds — Music, Performing Arts, and the Politics of Mobility“, wie Mobilität, Grenzen und Zugehörigkeit Musik und darstellende Kunst prägen.
Kultur als gesellschaftliche Verantwortung
Die mdw versteht die Sommerakademie auch als Plattform für Dialog und demokratischen Austausch. Junge Musiker unterschiedlichster Herkunft kommen in Wien zusammen, um gemeinsam zu arbeiten und voneinander zu lernen.
Ulrike Sych, Rektorin der mdw: „Genau das zeichnet das isaFestival aus: Es schafft ein Miteinander über Kulturen und Generationen hinweg und leistet damit einen wichtigen Beitrag zu lebendigen, demokratischen Gesellschaften.“
Quelle: Messe & Event Magazin
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