Mit einer neuen Photovoltaik-Dachanlage auf Halle A erzeugt VIECON Messe Wien künftig jährlich rund 2.347 MWh erneuerbaren Strom. Das Projekt soll die CO₂-Emissionen senken, die Energieeffizienz verbessern und die Wettbewerbsfähigkeit des Kongressstandorts Wien stärken.

VIECON Messe Wien, ein Unternehmen der Wien Holding, setzt auf den Ausbau erneuerbarer Energie: Anfang Oktober 2026 ging auf dem Dach der Halle A eine Photovoltaikanlage mit 5.100 Solarmodulen in Betrieb. Auf einer Fläche von 10.200 Quadratmetern produziert sie künftig jährlich rund 2.347 MWh Strom. Damit zählt die Anlage zu den größten innerstädtischen PV-Dachanlagen im österreichischen Veranstaltungsbereich.

Mit einer installierten Leistung von 2,32 MWp soll die Anlage mehr als ein Viertel des jährlichen Strombedarfs des Standorts decken. Rund 80 Prozent des erzeugten Stroms sollen direkt im laufenden Betrieb des VIECON Centers genutzt werden. Überschüssige Energie wird in das öffentliche Stromnetz eingespeist. Die erwartete CO₂-Einsparung liegt bei rund 1.092 Tonnen pro Jahr – vergleichbar mit dem durchschnittlichen Jahresstromverbrauch von rund 670 österreichischen Drei-Personen-Haushalten.

Beitrag zu Wiens Klimazielen

Die neue Anlage nutzt vorhandene Dachflächen, um die lokale Erzeugung erneuerbarer Energie auszubauen. Für Vizebürgermeisterin Barbara Novak ist das ein wichtiger Schritt: „Große Dachflächen in der Stadt bieten enormes Potenzial für die Erzeugung erneuerbarer Energie. Mit der neuen Anlage am Dach des VIECON Centers wird dieses Potenzial konsequent genutzt. Die jährliche Stromproduktion zeigt, welchen Beitrag urbane Infrastruktur zur Energiewende leisten kann“, betont sie anlässlich der Inbetriebnahme.

Auch die Wien Holding sieht das Projekt als wesentlichen Bestandteil ihrer Nachhaltigkeitsstrategie. Oliver Stribl, Geschäftsführer der Wien Holding, erklärt: „Die Verringerung von CO₂-Emissionen und die Unterstützung der Wiener Klimaziele haben für die Wien Holding eine hohe Priorität. Mit der Inbetriebnahme dieser Photovoltaik-Dachanlage startet ein Projekt, das aufgrund seiner Größe und Wirkung weit über den Standort hinaus Bedeutung hat und zum Ausbau erneuerbarer Stromerzeugung in Wien beiträgt.“

Energieeffiziente Infrastruktur als Wettbewerbsvorteil

Die Photovoltaikanlage ist Teil einer umfassenden Strategie zur Weiterentwicklung der technischen Infrastruktur von VIECON Messe Wien. Im Mittelpunkt stehen eine zuverlässige Energieversorgung und ein energieeffizienter Betrieb. VIECON Geschäftsführerin Katharina Weishaupt sagt: „Die Weiterentwicklung einer energieeffizienten Infrastruktur erfordert das intelligente Zusammenspiel verschiedenster Systeme. Mit der neuen Photovoltaik-Dachanlage entwickeln wir unsere Infrastruktur verantwortungsvoll weiter und schaffen zusätzliche Resilienz für einen der wichtigsten Veranstaltungsstandorte des Landes“.

Nachhaltigkeit wird zugleich zu einem immer wichtigeren Faktor im internationalen Kongress- und Veranstaltungsgeschäft. Veranstalter legen zunehmend Wert auf energieeffiziente Locations und nachvollziehbare Maßnahmen zur Reduktion von Umweltbelastungen. VIECON Geschäftsführerin Martina Candillo betont die Bedeutung für den Standort: „Wer heute internationale Kongresse und Business Events nach Wien holen möchte, muss nachhaltige Lösungen nachweisbar umsetzen. Veranstalter erwarten konkrete Maßnahmen und belastbare Ergebnisse. Mit der PV-Dachanlage investieren wir deshalb in die Reduktion von CO₂-Emissionen sowie in die langfristige Wettbewerbsfähigkeit des VIECON Centers und des Kongressstandorts Wien“.

Erstes zertifiziertes Green Meeting mit Sonnenstrom

Bereits zum Start der Anlage kam der selbst erzeugte Solarstrom bei einer internationalen Großveranstaltung zum Einsatz. Anfang Oktober 2026 fand mit der EURETINA 2026, einem Kongress zur Netzhautforschung mit rund 9.000 Teilnehmern, das erste nach dem Österreichischen Umweltzeichen zertifizierte „Green Meeting“ statt, bei dem der Strom aus der neuen Photovoltaikanlage genutzt wurde.

Die Bauarbeiten liefen von März bis September 2026. Planung und öffentliche Bauaufsicht lagen bei KWI Engineers GmbH, die Projektabwicklung übernahm die Wiener Infrastruktur Projekt GmbH, eine Schwestergesellschaft von VIECON. Die Investitionssumme beträgt rund 1,9 Millionen Euro. Finanziert wurde das Projekt von der Messe Besitz GmbH, die ebenfalls zur Wien Holding gehört.

Mit der Anlage auf Halle A baut VIECON den Anteil erneuerbarer Energie am eigenen Standort weiter aus. Zugleich setzt das Projekt ein Signal für die Weiterentwicklung energieeffizienter Veranstaltungsinfrastruktur und die nachhaltige Positionierung Wiens im internationalen Kongressgeschäft.

Fakten zur Photovoltaikanlage

  • Inbetriebnahme: 1. Oktober 2026
  • Solarmodule: 5.100
  • Belegte Dachfläche: 10.200 m²
  • Installierte Leistung: 2,32 MWp
  • Erwartete Stromproduktion: rund 2.347 MWh pro Jahr
  • Erwartete CO₂-Einsparung: rund 1.092 Tonnen pro Jahr
  • Vergleichbarer Jahresstromverbrauch: rund 670 Drei-Personen-Haushalte
  • Geplante Eigenverbrauchsquote: rund 80 Prozent
  • Investitionssumme: rund 1,9 Millionen Euro

Quelle: Messe & Event Magazin

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Kategorien: Messebau

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