Zwei europäische medizinische Großkongresse bringen dieser Tage mehr als 30.000 internationale Fachbesucher nach Wien. EADV und EURETINA unterstreichen damit die Bedeutung der Stadt als Kongress- und Life-Sciences-Standort.
Wien steht derzeit ganz im Zeichen der internationalen Medizin: Im Austria Center Vienna findet der Kongress der European Academy of Dermatology and Venereology (EADV) statt, im VIECON Vienna Congress & Convention Center tagt der 26. Kongress der European Society of Retina Specialists (EURETINA). Zusammen bringen die beiden Veranstaltungen mehr als 30.000 internationale Fachbesucher in die österreichische Hauptstadt.
Für Wien sind die Großkongresse nicht nur wissenschaftliche Plattformen, sondern auch ein bedeutender Wirtschaftsfaktor. „Kongresse sind für uns in Wien ein Faktor für Wertschöpfung und internationale Sichtbarkeit. Denn Tagungsgäste leisten einen bedeutenden Beitrag zur Wiener Wirtschaft. Sie reisen ganzjährig an, bleiben meist mehrere Tage in der Stadt und generieren Wertschöpfung in Hotellerie, Gastronomie, Mobilität, Kultur und Handel. Die Wiener Tagungsbranche erzielt damit jährlich rund 1,7 Milliarden Euro Wertschöpfung und sichert etwa 19.300 Ganzjahresarbeitsplätze. Das stärkt Wien als Wissenschafts- und Innovationsstandort und schafft zugleich erhebliche wirtschaftliche Impulse“, betont Barbara Novak, Vizebürgermeisterin und Stadträtin für Finanzen, Wirtschaft, Arbeit, Internationales und Digitales.
Auch Norbert Kettner, CEO des WienTourismus, sieht in den Kongressen einen langfristigen Standortfaktor: „Dass sich zwei der bedeutendsten medizinischen Fachkongresse Europas für Wien entschieden haben, bestätigt die internationale Attraktivität unseres Standorts und die erfolgreiche Arbeit des Vienna Convention Bureau. Die Kongresse führen zu einer aktuellen Hotelauslastung von nahezu 100 Prozent, ein Wert, den wir sonst nur zu Silvester kennen. Darüber hinaus bringen sie führende Köpfe aus Forschung, Medizin und Technologie nach Wien und schaffen die Grundlage für neue Kooperationen, Innovationen und Investitionen.“
Dermatologie, Netzhautmedizin und Künstliche Intelligenz
Inhaltlich stehen bei beiden Veranstaltungen aktuelle Entwicklungen der Spitzenmedizin im Mittelpunkt. Der EADV-Kongress zählt zu den wichtigsten europäischen Veranstaltungen für Dermatologie und Venerologie. Auf der Agenda stehen unter anderem neue Ansätze in Diagnose, Forschung und Therapie von Hauterkrankungen.
EURETINA widmet sich als führender internationaler Fachkongress der Netzhautmedizin. Themen sind unter anderem moderne Verfahren der retinalen Bildgebung, Gentherapien und der Einsatz Künstlicher Intelligenz in der Augenheilkunde.
Damit treffen die Kongresse auf ein wissenschaftliches Umfeld, das Wien seit Jahren prägt. Universitäten, Kliniken, Forschungsinstitute und Unternehmen machen die Stadt zu einem bedeutenden europäischen Life-Sciences-Zentrum. Internationale Kongresse schaffen dabei zusätzliche Schnittstellen zwischen Forschung, Medizin und Wirtschaft.
Kongresse bringen Wertschöpfung nach Wien
Die wirtschaftliche Bedeutung des Kongressgeschäfts zeigt sich auch an den aktuellen Zahlen. Tagungsgäste bleiben in der Regel mehrere Tage in der Stadt und geben ihr Geld unter anderem für Hotels, Gastronomie, Mobilität, Kultur und Handel aus. Die Wiener Tagungsbranche erzielt jährlich rund 1,7 Milliarden Euro Wertschöpfung und sichert etwa 19.300 Ganzjahresarbeitsplätze.
Die mehr als 30.000 Teilnehmer von EADV und EURETINA machen damit sichtbar, welchen Stellenwert internationale Fachkongresse für Wien haben. Sie verbinden wissenschaftlichen Austausch und medizinischen Fortschritt mit wirtschaftlichen Effekten und stärken zugleich die internationale Position der Stadt als Kongress- und Wissenschaftsstandort.
Quelle: Messe & Event Magazin
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