Das Austrian Convention Bureau zeichnet Franziska Maria Goritschnig für ihre Bachelorarbeit zur inklusiven Programmgestaltung von Kongressen aus. Insgesamt fünf Studentinnen präsentierten ihre wissenschaftlichen Arbeiten zu aktuellen Herausforderungen und Zukunftsthemen der Veranstaltungsbranche.

Wie können Kongresse inklusiver gestaltet werden? Welche Rolle spielt Nachhaltigkeit bei der Eventorganisation? Und wie lassen sich psychische Belastungen im Eventmanagement reduzieren? Mit diesen und weiteren Fragen beschäftigten sich die diesjährigen Einreichungen zur Best Meeting Thesis Austria (BMTA). Am 15. Oktober zeichnete das Austrian Convention Bureau (ACB) die besten wissenschaftlichen Arbeiten mit Bezug zur Tagungsbranche aus und brachte die Nachwuchstalente mit erfahrenen Branchenvertretern zusammen.

Seit 2013 bietet die Best Meeting Thesis Austria jungen Talenten eine Plattform, um ihre Forschungsergebnisse vorzustellen, Kontakte zu knüpfen und neue Perspektiven in die Meetingindustrie einzubringen.

„Die Themen der diesjährigen Arbeiten zeigen, wie vielfältig die Herausforderungen und Zukunftsfragen unserer Branche sind. Mit der Best Meeting Thesis Austria wollen wir jungen Talenten eine Bühne geben und ihre relevanten Themen aktiv in die Weiterentwicklung der Meetingindustrie einbringen“, so ACB Präsidentin Renate Androsch-Holzer.

Inklusion als Schlüssel für erfolgreiche Kongresse

Unter den fünf nominierten Bachelorarbeiten überzeugte die Arbeit „Inklusive Programmgestaltung von Kongressen in Wien – qualitative Analyse bezüglich Motivation und Networking für Teilnehmerinnen und Teilnehmer mit Depression und Angstsymptomatiken“ von Franziska Maria Goritschnig, Absolventin der FH Wien der WKW, die Expertenjury.

Die Untersuchung zeigt, dass die Gestaltung des Kongressprogramms einen wesentlichen Einfluss auf die Wahrnehmung, das Wohlbefinden und die Teilnahmebereitschaft der Besucher haben kann. Besonders die strukturelle Planung des Programms und die Gestaltung von Interaktionsmöglichkeiten erweisen sich als wichtige Faktoren für Motivation und Networking. Die Arbeit liefert damit Impulse für eine Veranstaltungsplanung, die unterschiedliche Bedürfnisse stärker berücksichtigt.

Auch die weiteren Einreichungen spiegelten die thematische Vielfalt der Branche wider. Die Arbeiten beschäftigten sich mit der Planung medizinischer Kongresse in Wien, der betrieblichen Prävention psychischer Belastungen bei Eventmanagern sowie mit nachhaltiger Eventorganisation zwischen Kosten und Wettbewerbsvorteilen. Darüber hinaus stand die Akzeptanz von Smart Glasses und das Zukunftspotenzial tragbarer Technologien im Arbeitsumfeld im Fokus.

Networking auf Augenhöhe

Neben der wissenschaftlichen Auszeichnung stand der persönliche Austausch im Mittelpunkt. Unter dem Motto „Meet my Match“ nahmen die fünf Studentinnen jeweils an einem Stehtisch Platz. Branchenvertreter konnten sich frei zu den Themen gesellen, die sie besonders interessierten. So entstanden ungezwungene Gespräche über Forschungsergebnisse, persönliche Erfahrungen und unterschiedliche Sichtweisen auf die Zukunft der Meetingindustrie.

ACB Geschäftsführerin Marie Lechner betont den Mehrwert dieses Dialogs: „Die Best Meeting Thesis Austria soll mehr sein als eine reine Auszeichnung. Die nächste Generation bringt Themen auf den Tisch, die unsere Branche noch nicht ausreichend auf dem Radar hat, aber mehr Aufmerksamkeit verdienen. Indem wir diese neuen Perspektiven mit der Erfahrung etablierter Meeting Professionals zusammenbringen, entsteht wertvoller Austausch in beide Richtungen – und damit ein wichtiger Impuls für die Weiterentwicklung unserer Branche“.

Als Preis erhält die Gewinnerin einen Europaflug mit Austrian Airlines sowie ein Freiticket für die Convention4u, das Tagungslabor der österreichischen Meetingindustrie. Die nächste Ausgabe findet von 5. bis 7. Juli 2027 in den Lechwelten in Lech Zürs am Arlberg statt.

Best Meeting Thesis Austria 2027: Einreichungen bis 15. Juli

Studierende von Fachhochschulen und Universitäten aus Österreich, Deutschland und der Schweiz können ihre Bachelor-, Master- oder Diplomarbeiten mit Bezug zur Tagungsbranche für die Best Meeting Thesis Austria einreichen. Die Ergebnisse werden vor Branchenvertretern präsentiert und bieten Gelegenheit, wissenschaftliche Erkenntnisse mit der Praxis zu verknüpfen. Einreichungen sind jährlich bis zum 15. Juli möglich.

Die Ausgabe 2026 wurde als zertifiziertes Green Meeting nach der Umweltzeichenrichtlinie 62 durchgeführt. Unterstützt wurde die Veranstaltung von Austrian Airlines, strolzevents und meetUP by ACB. Ein besonderer Dank des ACB galt dem Future Health Lab für die Bereitstellung der Räumlichkeiten und die Unterstützung bei der Organisation vor Ort.

Quelle: Messe & Event Magazin

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Kategorien: Messebau

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