Aus dem Zusammenschluss der Messegesellschaften von Rimini und Vicenza entstand 2016 die Italian Exhibition Group (IEG). Zehn Jahre später zählt das Unternehmen zu den 20 größten Messeveranstaltern weltweit. Umsatz, Mitarbeiterzahl und internationale Präsenz sind seither deutlich gewachsen.

Am 1. November 2016 begann mit dem Zusammenschluss der Fiera di Rimini und der Fiera di Vicenza eine neue Ära in der italienischen Messelandschaft. Aus der Fusion ging die Italian Exhibition Group (IEG) hervor. Zehn Jahre später zieht das Unternehmen eine positive Bilanz: Die Entwicklung bestätigt den strategischen Schritt, der die beiden Messegesellschaften zu einem international tätigen Messeveranstalter vereinte.

Die Initiative wurde maßgeblich vom damaligen Präsidenten der Fiera di Rimini, Lorenzo Cagnoni, vorangetrieben. Er übernahm anschließend auch den Vorsitz der neu gegründeten IEG. Matteo Marzotto, damals Präsident der Messegesellschaft in Vicenza, wurde zum Vizepräsidenten bestellt.

Die Fusion war in Italien bis dahin einzigartig. Sie legte den Grundstein für eine dynamische Entwicklung, durch die sich IEG in den folgenden Jahren unter den 20 größten Messeveranstaltern der Welt etablieren konnte.

Umsatz und Mitarbeiterzahl deutlich gestiegen

Wie stark sich das Unternehmen seit seiner Gründung entwickelt hat, zeigen die Kennzahlen: Zum Zeitpunkt des Zusammenschlusses beschäftigte die Gruppe 270 Mitarbeiter, nahezu alle in Italien, und erwirtschaftete einen Umsatz von 119 Millionen Euro.

Im Geschäftsjahr 2025 erreichte der Produktionswert bereits 266,4 Millionen Euro. Gleichzeitig wuchs die Belegschaft auf mehr als 800 Mitarbeiter weltweit.

Ein weiterer Meilenstein war der Börsengang am 19. Juni 2019. Die Aktien der Italian Exhibition Group wurden damals an der Mailänder Börse zu einem Einstiegspreis von 3,69 Euro notiert. Seither hat sich der Aktienwert vervierfacht.

Wachstum durch ein internationales Mehrstandortmodell

IEG-Präsident Maurizio Ermeti sieht in der Fusion den entscheidenden Schritt zur internationalen Positionierung des Unternehmens: „Diese zehn Jahre haben uns zu einem bedeutenden internationalen Messeakteur gemacht – etwas, das wir allein nicht hätten erreichen können: zu einem Veranstalter, der mit den weltweit führenden Unternehmen der Branche konkurriert.“

Zugleich verweist Ermeti auf die Bedeutung der Investitionen an den beiden Standorten. In Vicenza sei mit einem neuen, zukunftsfähigen Standort für die Gold- und Schmuckbranche eine wichtige Grundlage für die Weiterentwicklung dieses Wirtschaftszweigs geschaffen worden. In Rimini seien umfangreiche Erweiterungsprojekte geplant, die bedeutende Messen aus aller Welt anziehen sollen.

Auch CEO Corrado Peraboni unterstreicht die Besonderheit des Unternehmensmodells: „In der europäischen Messelandschaft sind wir ein einzigartiger Fall. Es handelt sich nicht nur um eine einfache Fusion, sondern um ein Industrieprojekt, das in der Lage war, räumliche Distanz in einen Mehrwert zu verwandeln. In den vergangenen zehn Jahren hat IEG gezeigt, dass ein Mehrstandortmodell wachsen, innovativ sein und auf globaler Ebene konkurrieren kann, ohne seine tiefe Verwurzelung in den Regionen zu verlieren.“

Carlo Costa, heute Chief Corporate Officer der IEG und bereits in den Fusionsprozess eingebunden, hebt insbesondere die organisatorische Entwicklung hervor: „Das IEG-Projekt, getragen von der Beteiligung seiner Aktionäre, und der anschließende Integrationsprozess haben zu einem Wachstum und einer professionellen Reife geführt, die es uns ermöglicht haben, entscheidende Schritte zu setzen – darunter den Börsengang und die internationale Expansion, die wir in den vergangenen Jahren vorangetrieben haben. Danke, IEG!“

Ambitionierte Ziele bis 2030

Für die kommenden Jahre setzt die Italian Exhibition Group ihren Wachstumskurs fort. Der Businessplan für den Zeitraum 2025 bis 2030 sieht bis zum Ende der Planperiode einen konsolidierten Umsatz zwischen 360 und 365 Millionen Euro vor.

Zum zehnjährigen Bestehen plant das Unternehmen außerdem eine Jubiläumspublikation, die im Dezember 2026 erscheinen soll. Das Buch zeichnet die internationale Entwicklung der Gruppe von 2016 bis 2026 nach. Zusätzlich wird eine kostenlose E-Book-Ausgabe über verschiedene Onlineplattformen verfügbar sein.

Quelle: Messe & Event Magazin

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Kategorien: Messebau

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